Dar es Salaam, Malawi, Sambia

Dann ging es für uns auch schon weiter nach Dar es Salaam, wo wir drei Tage Zeit hatten, uns ein wenig zu erholen, bevor es mit dem Bus weiter nach Mbeya im Süden Tansanias ging. Dort verbrachten wir jedoch nur wenige Stunden, denn unser Ziel war Malawi.

An der malawischen Grenze angekommen, in einem völlig überfüllten Minibus, wurden wir von Trapper in Empfang genommen, unserem persönlichen Grenzübergangshelfer, der anscheinend im Busticket inklusive war. Er lotste uns durch die recht altmodisch wirkende Grenzstation und organisierte uns auf der malawischen Seite ein Taxi, da dort keine Busse fuhren.

Doch mitten im Nirgendwo hatten wir plötzlich einen platten Reifen. Glücklicherweise nahm uns ein sehr netter Lkw-Fahrer aus Tansania mit. Da die Polizei ab 23 Uhr die Straßen sperrte, angeblich wegen Überfällen, verbrachten wir die Nacht in der Kabine unseres Fahrers Barraka.

Am nächsten Tag erreichten wir dann endlich den wunderschönen Lake Malawi, in dem wir uns erst einmal abkühlen konnten. Jedoch habe ich mich dann etwas Angst bekommen, als uns ein paar Amerikaner erzählten, dass es dort auch Krokodile geben soll. Die Einheimischen versicherten uns jedoch, dass Krokodile aber nur selten vorkommen.

Unsere Reise führte uns weiter in die Hauptstadt Lilongwe. Dort wurde schnell sichtbar, wie groß die sozialen Unterschiede im Land sind. Wer es sich leisten kann, baut sich hohe Mauern um sein Haus, während der Großteil der Bevölkerung sehr einfach lebt. Malawi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Auf dem Weg durch die Stadt sahen wir Menschen, die sich und ihre Kleidung im verschmutzten Flusswasser unter Brücken wuschen.

Dann ging es weiter nach Sambia, wo wir andere Freiwillige vom ASC besuchten, die wir zuvor auf Sansibar kennengelernt hatten. Eine Woche lang schauten wir uns ihre Projekte an. Das war wirklich interessant, auch weil Sambia eine ehemalige britische Kolonie ist und die Kinder fast alle gutes Englisch sprechen.

Besonders aufregend war unser Abstecher nach Simbabwe und zu den Victoria Falls. Ein wirklich unbeschreibliches Erlebnis. Außerdem gingen Niklas und ich Wildwasser-Rafting im Sambesi-Fluss, was ein echtes Abenteuer war. Die Strömung war heftig, und an einigen Stellen wurde sogar vor Krokodilen gewarnt.

Auf dem Rückweg fuhren wir durch kleine Hüttendörfer, in denen Ziegen oft die einzige Einnahmequelle der Familien sind. Die Kinder dort müssen teils über vier Stunden zu Fuß zur Schule laufen. Das war ziemlich hart zu sehen und zu hören.