Es fühlt sich seltsam an, aber auch richtig, weil etwas zu Ende geht, aber auch schon etwas Neues da ist, diesen letzten Blogeintrag zu schreiben. Ein Jahr in Ruanda liegt hinter mir. Ein Jahr, das voller neuer Erfahrungen, Herausforderungen, Routinen, Begegnungen und Veränderungen war. Ein Jahr, das mich ziemlich oft, in vielen Momenten, gefordert hat, aber mir gleichzeitig unglaublich viel gegeben hat.
Und zum Ende möchte ich den Menschen und Orten einfach nochmal Danke sagen.
Ende Oktober hatten wir als Freiwillige unser Abschlussseminar, am wunderschönen Weißensee in Österreich. Wir sprachen rückblickend nochmal intensiv über unser Jahr in Ruanda und haben uns über alles ausgetauscht. Auf dem Programm standen aber auch Themen wie Kritik an unserem Freiwilligendienst, Rassismus und wie wir uns nach dem Jahr weiterhin engagieren können





Bei diesem Abschlussevent wurde mir dann so richtig klar, dass dieses Jahr tatsächlich zu Ende geht. Der Raum war voller Menschen, die mich über zwölf Monate begleitet haben, und ich bin unglaublich dankbar, ein Teil davon gewesen zu sein. In diesem Moment hat man einfach gemerkt, wie viel wir gemeinsam erlebt und bewegt haben.
Mein herzlicher Dank an alle Beteiligten
ASC-Team
Danke für eure Unterstützung! Vor allem an Liesa, unsere Chefin in Deutschland, die alles gemanagt hat und immer ein offenes Ohr hatte. Danke an Charlotte und Freddy, die uns super auf das Jahr vorbereitet haben und immer für uns da waren. Ihr habt es uns ermöglicht, hier wirklich anzukommen und unseren eigenen Weg zu finden.
Zudem ein riesen Dank an unseren Mentor und Verantwortlichen vor Ort: Domy. Er war immer für uns da und hat uns sehr gut durch unser Jahr in Ruanda begleitet.
Mitfreiwillige
Vielen Dank an alle von euch, an die beste Projektpartnerin Hannah, an Maya, Marlene, Lilia, Martha, Joshua, Leo, Niklas und Varun. Und dass wir dieses Jahr als Freunde so gut gemeistert haben. Es ist wunderschön zu wissen, dass aus diesem gemeinsamen Jahr Freundschaften entstanden sind, die auch nach Ruanda weitergehen.
Freunde, Lehrer und Schüler
Vielen Dank an meine ganzen Freunde, die ich über die Zeit kennengelernt habe. So viele herzliche und liebe Menschen, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann. Ich freue mich schon, alle wiederzusehen, wenn ich das nächste Mal nach Ruanda komme.
Und vielen Dank an die Lehrer der Schule, die uns einfach so selbstverständlich aufgenommen haben und uns so genommen haben, wie wir sind. Gerade die Freundschaften mit Phillipe, Erice und Denyse, die dadurch entstanden sind, sind mir unglaublich wichtig. Und es ist wirklich schön, diese jetzt von Deutschland aus anzurufen und sich auszutauschen und diese ruandische Leichtigkeit wieder zu spüren. Das fehlt mir hier schon sehr.
Ruanda und Ostafrika
Ruanda hat mich beeindruckt durch seine Hektik und seinen Trubel, aber auch seine Ruhe, seine Gemeinschaft und seine Stärke. Es ist ein Land, das viel erlebt hat und trotzdem voller Energie nach vorne schaut. Das ist wirklich beeindruckend.
Ostafrika ist einfach ein total authentischer Fleck, ein Ort voller Wärme (das wird mir hier in Deutschland immer und immer mehr bewusst), viel Humor, Offenheit und Gastfreundschaft.
Und ich hoffe, dass ich ein Stück von dem, was ich dort erlebt und aufgenommen habe, weitergeben kann. Nicht, weil ich jetzt plötzlich alles verstanden habe, sondern weil ich gemerkt habe, wie viel Kraft in ehrlichen Begegnungen steckt, in Geduld, in Offenheit, in dieser ganz besonderen Art, sich füreinander Zeit zu nehmen. Vielleicht brauchen wir genau das ein bisschen öfter: weniger Vorurteile, mehr Zuhören, mehr echtes Interesse füreinander. Wenn ich davon nur ein bisschen mit in mein Leben bringe, dann war dieses Jahr nicht nur mein Jahr, sondern etwas, das weitergeht.
Für mich geht es jetzt an der LMU in München weiter. In Kinyarwanda würden wir jetzt sagen: Tuzasubira na dukomeze! (Auf Wiedersehen und bis bald!)
Ich freue mich auf ein Wiedersehen und ganz herzliche Grüße,
Finn




